AIM will sich verstärkt in der politischen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen engagieren, weil diese besonders stark von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind und sie als wichtige Akteure des sozialen Wandels fungieren. So wurde ein Menschenrechtsseminar konzipiert, das zunächst in zwei Sekundarschulen in Lunsar implementiert wurde: in der katholische Mädchenschule Guadalupe und in der A.D. Wurie Secondary School. Es meldeten sich etwa 160 Jugendliche ab 15 Jahre zur Teilnahme an den Seminaren an. Sie wurden in Gruppen mit 25 bis 30 SchülerInnen eingeteilt. Das erste Seminar lief fünf Wochen und jede Gruppe traf sich einmal pro Woche für zwei Stunden.
Mit den Seminaren wird die Vision von SchülerInnen mit einem demokratischen Bewusstsein verfolgt. Die konkreten Ziele sind Bildung und Sensibilisierung der SchülerInnen durch die Vermittlung von internationalen Menschenrechtsnormen, die Dekonstruktion sozialer Strukturen und die Reflexion der eigenen Rolle innerhalb der Gesellschaft und die Schaffung eines Raumes für neue Gedanken und freie Diskussionen. Ausserdem sollen durch die Seminare Multiplikatoren ausgebildet werden und zu weiteren Diskussionen auch ausserhalb der Schule ermutigt werden.
Eines der wichtigsten Themen ist die Vermittlung der negativen Auswirkungen von FGC. Da es aber nicht sinnvoll erschien, direkt mit einem derart Tabu behafteten Thema zu beginnen, wurde FGC in ein vielfältiges Programm eingebettet, das mit interaktiven Methoden arbeitet. Keinesfalls soll frontale Wissensvermittlung stattfinden, denn gerade derartig sensible Themen werden durch partizipative Methoden verständlicher. Nach dem ersten Pilotdurchlauf wird das Konzept nun auch in anderen Schulen eingesetzt um weitere Menschenrechtsmultiplikatoren auszubilden und mehr Jugendliche über die Konsequenzen von FGC zu informieren.






