Während ihrer Zeit im Exil im Nachbarland Guinea hatte Gründerin Rugiatu Turay bereits zusammen mit anderen sierra-leonischen Bürgerkriegsflüchtlingen einen ähnlichen Verein aufgebaut. Nach der Rückkehr im Jahr 2003 gründete sie zusammen mit Gleichgesinnten die Amazonian Initiative Movement in ihrem Heimatort.
Angefangen mit einer kleinen Gruppe konnte sich AIM bis heute zu einer vielbeachteten und präsenten Bewegung etablieren. Zurzeit arbeiten für die Organisation etwa 20 Sierra Leoner in Teil- und Vollzeitbeschäftigung. Daneben gibt es zahlreiche Ehrenamtliche. Im Hauptsitz in Lunsar setzt sich das Team aus ca. einem Dutzend Personen zusammen und in der Zweigstelle Feredugu, einem etwa drei km entfernten Ort, sind zwei Personen hauptamtlich beschäftigt.
Als der Verein im Jahr 2003 seine Arbeit aufnahm, brach er mit der öffentlichen Thematisierung von FGC ein Tabu; mittlerweile ist das Wissen um die negativen Konsequenzen in der Bevölkerung signifikant angewachsen. Der Name „Amazonen“ bleibt dennoch aktuell, denn ein Engagement bei AIM erfordert nach wie vor Mut und Durchhaltevermögen. Eine feste Mitarbeit kann sozialen Ausschlusses bedeuten, und somit mit psychischem Druck und teilweise physischer Bedrohung einhergehen.




