Es besteht eine Begriffskontroverse zwischen den Bezeichnungen Genitalbeschneidung (engl.: female genital circumcision - FGC) und Genitalverstümmelung (engl.: female genital mutilation - FGM). Wir bevorzugen den Begriff der weiblichen Genitalbeschneidung. Es soll damit die schädliche traditionelle Praxis keineswegs durch den Begriff der Beschneidung verharmlost werden. Stattdessen versuchen wir durch seinen Gebrauch, dem komplexen Thema der Beschneidung möglichst sachlich zu begegnen. Wir – als nicht-betroffene Europäerinnen – halten es für unangemessen, andere Menschen als „verstümmelt“ zu bezeichnen. Somit kommen wir dem expliziten Wunsch vieler Betroffener entgegen und bemühen uns zudem durch mehr sprachliche Objektivität, dieses komplexe Thema besser zu verstehen, um an Überwindungsstrategien mitzuwirken und in Deutschland eine Aufklärungsarbeit zu ermöglichen, die nicht in der Bestärkung rassistischer Stereotype endet.




