Amazonian Initiative Movement, eine mutige lokale Initiative gegen die weibliche Genitalbeschneidung in Sierra Leone
Amazonian Intitiative Movement (AIM) ist eine unabhängige Frauenrechtsorganisation, die ihren Arbeitsschwerpunkt auf die Überwindung der weiblichen Genitalbeschneidung legt. Hierbei handelt es sich um eine schädliche traditionelle Praxis, von der über 90 Prozent der Mädchen und Frauen Sierra Leones betroffen sind. Daneben engagiert sich die Organisation auch gegen andere FrauenMenschenrechtsverletzungen wie Zwangsverheiratung und Gewalt in der Ehe. Seinen Hauptsitz hat AIM in dem kleinen Ort Lunsar im Port Loko Distrikt der Northern Region, etwa 80 km östlich von der Hauptstadt Freetown gelegen.
Wir laden herzlich ein auf diesen Seiten mehr über AIM, die weibliche Genitalbeschneidung und Sierra Leone zu erfahren!
Neuigkeiten
Rugiatu Turay, die Gründerin und Direktorin von AIM, erhält den Alice-Salomon-Award 2010.
Am 07.05.2010 bekam Rugiatu Turay in Berlin den Alice-Salomon Award für Ihre Arbeit im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung in ihrem Heimatland Sierra Leone, verliehen.
Mit dem Alice-Salomon-Award ehrt die Alice-Salomon Hochschule Berlin Persönlichkeiten, die zur Emanzipation der Frauen und der Entwicklung der Sozialen Arbeit Herausragendes beigetragen haben und die im übertragenen Sinn das Werk Alice Salomons unter heutigen Bedingungen weiterführen und verstärken. Die bisherigen Preisträgerinnen sind: Alice Shalvi (Israel), Fadéla Amara (Frankreich), Barbara Lochbihler (Deutschland).
Laudatio von Tilly Vriend - Aletta, Institute for Women‘s History
Im Sommer 2010 ist die junge und allseits geschätzte Mitarbeiterin WINIFRED ALPHA (1978-2010) verstorben.
WINIFRED ALPHA IS GONE BUT NOT FORGOTTEN
Ein Nachruf von James Kunduno (AIM Projektkoordinator).
Im Dezember 2009 waren Dörte und Veronika bei AIM in Lunsar zu Besuch.
Hier ein Bericht zu ihrer Reise.
Neues Gesetz gegen die weibliche Genitalbeschneidung in Sierra Leone.
2009 wurde ein Gesetz verabschiedet, das die weibliche Genitalbeschneidung von Minderjährigen verbietet. Erfolgt eine Beschneidung einer volljährigen Frau unter deren Einwilligung, bleibt diese legal. AIM setzt sich für ein vollständiges Verbot von FGC ein, nutzt aber das neue Gesetz, um minderjährige Mädchen zu schützen. Darüber hinaus zielt die Arbeit von AIM darauf ab, die Bedingungen zu schaffen, dass sich die Mädchen auch nach Erlangung der Volljährigkeit erfolgreich gegen FGC schützen können.
FrauenMenschenrechtsarbeit in Afrika & Deutschland
Im Sommer 2009 fand in Frankfurt a. Main eine internationale Konferenz über Strategien zur Überwindung von Gewalt an Frauen, diskutiert an den Beispielen häusliche Gewalt und weibliche Genitalbeschneidung in Deutschland, Kenia und Sierra Leone, statt.
Maisha e.V. und AIM haben 2009 ein gemeinsames ASA-Projekt zur „Stärkung von Frauenrechten in Deutschland und Sierra Leone“ durchgeführt. Den Abschluss bildete diese Frauenrechtskonferenz, an der auch Rugiatu Turay teilnahm.







